Termine     Bestellung     Presse     Kontakt
Clean Clothes Logo

Brot und Rosen…

...fallen nicht vom Himmel, drum werden wir sie erkämpfen!
Frauen weltweit müssen noch immer für ihre Rechte kämpfen. Die CCK möchte am Internationalen Frauentag dazu aufrufen, sich mit den Arbeiterinnen der Bekleidungsindustrie zu solidarisieren.

Take Action Now! Unterstützen Sie die Urgent Action der Clean Clothes Kampagen für existenzsicherende Löhne

Geschichte des Internationalen Frauentages

Eine der Geschichten, warum der Internationale Frauentag am 8. März gefeiert wird, ist die Überlieferung, dass ein spontaner Streik von Textilarbeiterinnen 1857 in New York an diesem Tag stattgefunden hat. Obwohl diese Darstellung wissenschaftlich nicht haltbar ist, so verweist sie  darauf, dass heute wie damals Frauen für ihre Rechte kämpfen.

Frauen unter Druck

Unbezahlte und schlecht bezahlte Frauenarbeit lässt Unternehmensgewinne wachsen. Trotz der jahrzehntelang steigenden Profite der Weltwirtschaft bleibt eine Umverteilung zu den Arbeiterinnen aber aus. Im Gegenteil: Die Löhne sinken, die Arbeitslosigkeit steigt. In Ghana haben beispielsweise 22% der Frauen ihre Arbeit durch neoliberale Umstrukturierungen verloren. Die Einkommensschere öffnet sich kontinuierlich. Besonders Frauen sind trotz Arbeit arm und von sozialen wie medizinischen Leistungen ausgeschlossen. National wie international geltendes Arbeitsrecht wird zunehmend ignoriert, gebrochen oder über wirtschaftliche Vereinbarungen außer Kraft gesetzt. Millionen Frauen werden unter der herrschenden neoliberalen Wirtschaftsform zu Billigarbeiterinnen: in der Pflegearbeit, in der Akkordarbeit der Exportindustrie oder als illegalisierte Migrantinnen in Abhängigkeit zu den ArbeitgeberInnen. Vermehrt verarmen Frauen und werden in Arbeitsformen gedrängt, die schlechtest entlohnt und rechtlich nicht abgesichert sind. In dieser so genannten informellen Wirtschaft sind weltweit bereits zwei Drittel der Frauen beschäftigt.

Die freie Marktwirtschaft forciert die Liberalisierung des Handels und führte zum Aufbau arbeitsintensiver Exportindustrien, die auch als freie Handelszonen bekannt sind. Die überwiegende Anzahl dieser Exportindustrien ist in den so genannten Entwicklungs- und Schwellenländern zu finden. Dort werden Textil-, Spielzeug- und Elektronikprodukte für den Weltmarkt produziert. Transnationale Unternehmen lassen von Zulieferbetrieben halbfertige Produkte verarbeiten. 70-90% der Beschäftigten sind Frauen, sie bilden den Großteil der zunehmend verarmenden Working Poor. Sie leisten massiv Überstunden, sind arbeits- und sozialrechtlich gar nicht oder gering abgesichert und die Bezahlung reicht nicht zum Leben. Beispielsweise verdienen in Guatemala die Arbeiterinnen € 2,-- am Tag, was dem Preis eines Mittagessens entspricht; in Mexiko wurden in den dortigen Exportindustrien Gewinne um bis zu 80% verzeichnet, während die Löhne der Arbeiterinnen um 20% sanken. Gewaltsame Übergriffe und Entlassungen sind Alltag für Frauen, wenn sie ihre grundlegenden Arbeitsrechte wie jene auf Kollektivverhandlungen für existenzsichernde Löhne oder gendergerechte und gesicherte Arbeitsbedingungen fordern.

International geltende Gesetze und Arbeitsrechte verpflichten zur Einhaltung

Eine Neubewertung der weltweit von Frauen geleisteten Arbeit ist notwendig, Ressourcen und Möglichkeiten sind bereit zu stellen und diese gerecht umzuverteilen!

Take Action Now! Unterstützen Sie die Urgent Action der Clean Clothes Kampagen für existenzsicherende Löhne.

Der Text wurde verfasst von Kathrin Pelzer
FRAUENSOLIDARITÄT - Entwicklungspolitische Initiative für Frauen mit ihrer aktuellen Kampagne Frauen und Globalisierung: Decent Work for All!
www.frauensolidaritaet.org

Hörtipp: Sondersendung zum Internationalen Frauentag auf ORANGE 94.0; auf Kabel 92.7
Mo, 8. März 2010, 13.00 bis 14.00 Uhr
„Globale Dialoge – Women on Air“
Zum Nachhören unter www.noso.at

Sehtipp: Living wage
Die indonesische Gewerkschafterin Emelia Yanti Mala Dewi Seehan über existenzsichernde Löhne



 

Online Protest!

Wir informieren Sie bei akuten Arbeitsrechtsverletzungen.


Take Action Now!

[Bangladesch 2010] ArbeitsrechtlerInnen fürchten um ihre Sicherheit


Take Action Now!

[Bangladesch 2010] Mangelnde Sicherheitskontrollen: 21 Tote nach Brand bei H&M-Zulieferbetrieb. Blockierte Notausgänge versperren ArbeiterInnen den Fluchtweg.


Take Action Now!

[Thailand/Philippinen 2009] Kein Triumph für Arbeitsrechte: Zulieferbetriebe des Dessous-Herstellers Triumph entlassen 3660 ArbeiterInnen - vor allem in Betrieben mit Gewerkschaften!


Take Action Now!

Unterstützen Sie die Forderungen der CCK und I SHOP FAIR für mehr soziale Verantwortung und schicken Sie eine elektronische Karte an Lidl.
Elektronische Karte


Take Action Now!

[Türkei 2009] IKEA lässt Bettwäsche in der Türkei produzieren. Vier Menschen sind bereits bei arbeitsbedingten Unfällen im türkischen Zulieferbetrieb ums Leben gekommen. Gewerkschaftsaktivitäten werden unterbunden.
NA DANN GUTE NACHT!

gefördert durch Österreichische Entwicklungszusammenarbeit