Firmenprofil: Triumph International Spiesshofer & Braun
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www.triumph.com Kommentar der Clean Clothes Kampagne (CCK) und AktionsvorschlägeNachdem Triumph im Jahre 2001 Ziel einer CCK-Kampagne war, hat sich ein guter Dialog zwischen Triumph und der CCK entwickelt. Triumph ist im Hinblick auf das eigene soziale Engagement dabei der CCK gegenüber sehr offen. Trotzdem hat Triumph die meisten angefragten Dokumente nicht geliefert. Im Jahr 2007 hat Triumph eine CSR Managerin eingestellt und angefangen, ein CSR-System zu erarbeiten. Das System ließe sich weitaus effizienter als Mitglied einer Multi-Stakeholder Initiative wie der Fair Wear Foundation (FWF) erarbeiten. Nach eigenen Angaben sind rund 60% der Fabriken im eigenen Besitz, und angeblich wird versucht, die Standards in der kompletten Kette zu implementieren. Triumph meldet sie arbeite mit der EU Dialog-Initiative Euro Works Council zusammen. Doch all diese Angaben stammen von Triumph selbst. Hier fehlt es eindeutig an Transparenz in Detailfragen und an einer unabhängigen Verifizierung. Ein Beitritt zu einer Verifizierungs-Organisation könnte hier Abhilfe schaffen. Take Action: Fordern Sie beim Verkaufspersonal mehr Transparenz und eine unabhängige Prüfung vom Unternehmen, beispielsweise durch die Fair Wear Foundation (FWF). Fragen Sie nach Produkten aus Bio- und Fair Trade Baumwolle. Die nachfolgende Beurteilung der Unternehmensperformance hinsichtlich Transparenz sowie der Implementierung und dem Monitoring von Arbeitsrechtsnormen basiert auf den Antworten des Unternehmens auf den Fragebogen der CCK und auf einer zusätzlichen Recherche von Dokumenten, durchgeführt von der CCK 2007. Entwicklungen nach 2007 finden sich unter der Kategorie "Jüngste Entwicklungen". TransparenzTriumph hat den Fragebogen der CCK beantwortet und einige zusätzliche Dokumente mitgeliefert. Das Unternehmen steht im Dialog mit einigen NGOs und Gewerkschaften. Die Gehälter der Top-ManagerInnen sind nicht bekannt. Die zu den Produktionsländern und zur Struktur der Zulieferkette gelieferte Information ist nicht sehr umfassend. Es existiert kein Nachhaltigkeitsbericht. Triumph liefert weder Ergebnisse von Fabrik-Audits noch Informationen zu Verifikations-Aktivitäten. Auf Basis sozialer Audit-Ergebnisse werden allgemeine Ziele für künftige Audit-Aktivitäten und zur Verbesserung des Respekts der Arbeitsrechte in den verwendeten Produktionsstätten formuliert. Explizite Anerkennung der ArbeitsrechteDer Verhaltenskodex des Unternehmens Triumph verweist auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, aber er verweist nicht darauf, dass alle relevanten lokalen Arbeitsgesetze eingehalten werden müssen. Das Unternehmen verpflichtet sich formell dazu in allen Arbeitsstätten, in denen ihre Produkte hergestellt werden, grundlegende Arbeitsstandards entsprechend den ILO-Kernkonventionen zu respektieren. Diese Normen beinhalten die Organisationsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlung, verbieten Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Diskriminierung. Der Verhaltenskodex von Triumph gilt für alle ArbeiterInnen in der Lieferkette, für die das Unternehmen eine gewisse Verantwortung trägt. Der Verhaltenskodex beinhaltet Maßnahmen, um den Kodex in den verwendeten Arbeitsstätten zu implementieren, und die Einhaltung zu überprüfen. Über die ILO-Kernarbeitsnormen hinaus verpflichtet sich das Unternehmen dazu, den ArbeiterInnen einen Lohn zu zahlen, der den Grundbedarf der ArbeiterInnen und ihrer Familie deckt. Es wird aber nicht spezifiziert, dass sich dieser Lohn auf die Regelarbeitszeit bezieht, und es wird auch nicht darauf verwiesen, dass zusätzlich frei verfügbares Einkommen übrig bleiben soll. Es ist also kein existenzsichernder Lohn. Ferner wird nicht erwähnt, dass Überstunden nur gelegentlich auftreten. Der Verhaltenskodex verlangt eine sichere und hygienisch einwandfreie Arbeitsumgebung in den Zulieferfabriken. Das Unternehmen verlangt explizit, dass alle ArbeiterInnen einen gewöhnlichen Arbeitsvertrag erhalten. Über die oben erwähnten Arbeitsstandards hinausgehend ist der Verhaltenskodex in einzelnen Punkten nicht hinreichend genau. Er enthält keine Verpflichtung im Hinblick auf*: - Bestimmungen über vorübergehende Maßnahmen im Interesse der Kinder und ihrer Familien, wenn Kinderarbeit vorgefunden wird; - Sonderbestimmungen für ArbeiterInnen unter 18 Jahren (z.B. Ausbildung, kein Recht zu arbeiten); - spezifische Schritte, um vernünftige Arbeitsbedingungen in solchen Ländern zu fördern, in denen nationale Gesetze das Vereinigungsrecht und die Rechte zu Kollektivverhandlungen einschränken; - das Verbot des Arbeitgebers, Kautionen einzufordern oder Personalausweise zurückzubehalten; - den expliziten Hinweis auf die ILO-Kernkonvention 182 gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit. Kodexumsetzung und BeschaffungspolitikDer Verhaltenskodex ist in die meisten Landessprachen übersetzt, aus denen das Unternehmen die Waren bezieht. Nichts in der Antwort von Triumph weist darauf hin, dass das Unternehmen Schulungen zu Arbeitsrechtsfragen durchführt weder für das Management noch für die ArbeiterInnen, welche die Produkte für das Unternehmen herstellen. Triumph will einen existenzsichernden Lohn zahlen, dokumentiert aber nicht, wie dieser berechnet wird. Triumph hat nicht gezeigt, dass es sich der Tatsache bewusst ist, dass ein Teil der Produktionsstandorte in Ländern oder Zonen liegt, in denen Vereinigungsfreiheit gesetzlich nicht garantiert wird. Es existieren keine Vorschriften, um den Einkäufern Anreize zur Belohnung besserer Arbeitsbedingungen zu bieten. Kontrollen und ÜberwachungDie CCK hat keine Informationen über die Monitoring-Aktivitäten des Unternehmens. Triumph lieferte keine Informationen darüber, mit welchen korrektiven Schritten Arbeitsrechtsverletzungen behoben werden. Das Unternehmen ist nicht in eine unabhängige Verifikation durch einen Multi-Stakeholder-Ansatz involviert. Skandalfälle und bekannt gewordene ArbeitskonflikteZwischen 2005 und 2007 existieren keine CCK-Aufrufe, welche Triumph auffordern, Verantwortung für Arbeitsrechtsverletzungen in ihrer Lieferkette zu übernehmen. Jüngste EntwicklungenTriumph International meldet im August 2008, dass intern begonnen wurde, ein CSR-System aufzubauen, welches in den nächsten Monaten umgesetzt werden soll. Für das Jahr 2009 sei die Implementierung von systematischen CSR-Instrumenten und Überprüfungen vorgesehen, um sicherzustellen, dass die gängigen internationalen Sozial- und Arbeitsstandards dem heutigen Stand entsprechend eingehalten würden. Im Sommer 2008 stand die CCK in intensivem Dialog mit Triumph, nachdem in einer Tochterfirma von Triumph in Thailand 3000 ArbeiterInnen in den Streik getreten sind, weil ihre Gewerkschaftsführerin entlassen wurde. Der Konflikt konnte erst nach langen Verhandlungen und vorerst nur unzureichend beigelegt werden. *Um mit den jüngsten Entwicklungen der international anerkannten Arbeitsrechtsnormen mitzuhalten (siehe Kodex unter: www.jo-in.org/documents.htm), müsste Triumph International Spiesshofer & Braun den Firmenkodex bezüglich der folgenden Normen aktualisieren und die folgenden ILO-Konventionen explizit anerkennen: 182, 1, 81, 122, 131, 154, 159, 175, 177, 183, sowie folgende ILO-Empfehlungen: 35, 90, 111, 146, 164, 168, 184, 190. |
