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Clean Clothes Kampagne (CCK)

Kleidung, die wir in Europa kaufen, wird zum Großteil in Asien, Lateinamerika, Afrika und Osteuropa produziert. Die Auslagerung der Bekleidungs- und Sportartikelindustrie in Fabriken in Billiglohnländern ermöglicht den Unternehmen extrem niedrige Herstellungs- und Lohnkosten. Aufgrund der, auch für lokale Verhältnisse, extrem niedrigen Löhne ist es den ArbeiterInnen trotz Überstunden nicht möglich, ihre Familien ausreichend zu versorgen!

Dazu kommen die Missstände in den Produktionsstätten. In den Fabriken herrschen unzumutbare Arbeitsbedingungen. Yue Wing Cheong Light Products (YWC) zum Beispiel stellte Taschen für die Olympischen Spiele 2008 in Peking her. Laut der Firmen-Website wird unter anderem für Disney, Nike, Reebok und Walmart produziert. Die ArbeiterInnen dort sind täglich Gefährdungen der Gesundheit und Sicherheit ausgesetzt. Arbeiten sie in der Bandweberei, sind sie gezwungen, mit schädlichen Färbemitteln zu hantieren, die die Haut und darunter liegende Gewebe schwer schädigen. Schutzhandschuhe werden keine zur Verfügung gestellt. „Handschuhe machen dich langsamer und der Aufseher hält dich für arrogant. Wenn du Handschuhe tragen willst, dann brauchst du hier gar nicht erst anzufangen.“, erzählt eine Arbeiterin. Die Löhne, die YWC bezahlt, betragen nur 35,4% der gesetzlichen Norm. Das Unternehmen versucht dies zu vertuschen, indem Inspektoren mit falschen Lohnabrechnungen abgespeist werden. Die ArbeiterInnen haben oft nicht einen einzigen Tag im Monat frei - und das bei einem 13 Stunden-Tag.

Das erwähnte Unternehmen ist bei weitem kein Einzelfall. Sozialleistungen wie z.B. Krankenurlaub oder Mutterschutz existieren kaum und die Gründung von Gewerkschaften wird allzu oft durch Entlassungsdrohungen im Keim erstickt. Neben der ständigen Beschäftigungs- und Lohnunsicherheit müssen die ArbeiterInnen oft mit Gesundheitsproblemen kämpfen, die durch die schlechten Arbeitsbedingungen verursacht werden. Zusätzlich sind ArbeiterInnen häufig körperlichem Missbrauch, Diskriminierung und psychischem Druck durch Vorgesetzte ausgeliefert.

Die Clean Clothes Kampagne hat sich zum Ziel gesetzt, die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungs- und Sportartikelindustrie zu verbessern. Dabei sind die Arbeitsschwerpunkte der Clean Clothes Kampagne:

  • KonsumentInnen über die Arbeitsbedingungen informieren
  • Ausübung von Druck auf Markenfirmen, damit diese die Produktionsbedingungen in ihren Zulieferbetrieben verbessern
  • Unterstützung der ArbeiterInnen durch konkrete Aktionen (z.B. Protestbriefe an Unternehmen und Regierungen)
  • Ausschöpfen der gesetzlichen Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen

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