Somyots Sohn Tai war während Somyots Gerichtstermin vom 11. bis zum 16. Februar im Hungerstreik. Tai griff zu dieser Maßnahme, weil das Strafgericht eine Freilassung Somyots auf Kaution weiterhin verweigert, zuletzt erst wieder am 9. Februar.
Tai Panitan Pruksakasemsuk ist der Sohn von Somyot Pruksakasemsuk, einem bekannten Arbeitsrechtsaktivisten, der derzeit wegen angeblicher Verstöße gegen das thailändische Gesetz der lèse majesté vor Gericht steht. Somyot sitzt bereits seit April 2011 im Gefängnis und wird seitdem für eine Reihe von Zeugenaussagen quer durch Thailand geschickt. Der langwierige Prozess führte zu einer Beeinträchtigung Somyots Gesundheit und Sicherheit. Trotzdem verweigern die Gerichte weiterhin, ihn auf Kaution freizulassen. Dies kommt einer Verweigerung des Menschenrechts auf Verteidigung gegen unfaire Anschuldigungen gleich.
Als kritische Antwort auf diese Verweigerung der Rechte seines Vaters trat Tai für 112 Stunden in den Hungerstreik. 112 ist gleichzeitig die Nummer des Paragraphen für das Gesetz der lèse majesté im Strafgesetzbuch. Tai begann seinen Hungerstreik am 11. Februar um 16 Uhr und beendete diesen am 16. Februar um 8 Uhr in der Früh auf dem Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok. Am letzten Tag seines Hungerstreiks besuchte Tai schließlich noch seinen Vater im Untersuchungsgefängnis in Bangkok und überreichte sowohl dem Justizminister als auch dem thailändischen Menschenrechtskomitee zahlreiche Petitionsschreiben.
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