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Firmenprofil: Vaude

Unternehmensdaten

Tettnang
Deutschland
ca. 700 ordentliche
Familie von Dewitz
nicht bekannt
nicht bekannt
China, Volksrepublik (9), Litauen (1), Myanmar (Burma) (1), Thailand (2), Tunesien (1), Vietnam (2)
1974 gründete Albrecht von Dewitz das Familienunternehmen Vaude, welches anfangs nur Bergausrüstung vertrieb und selbst Rucksäcke herstellte. 1991 gründete Vaude eine eigenständige Produktionsstätte Haude in China. 1996 übernahm Vaude die Firma Markill (Spezialist für Trinkflaschen und Kochersysteme). 1999 erfolgte die Übernahme der spanischen Klettermarke Lucky. 2006 kaufte Vaude die Klettermarke Edelrid. 2002 wurde Vaude offizieller Partner und Sponsor des Deutschen Alpenvereins (DAV). 2009 wechselte die Tochter Albrecht von Dewitz’, Antje von Dewitz, an die Führungsspitze. Vaude ist heute ein global tätiges Unternehmen und produziert neben Rucksäcken und Taschen (30%) auch Outdoor-Bekleidung (50%), Schuhe (5%), Schlafsäcke (5%) und sonstige Produkte (10%) wie Zelte und Accessoires.

Kommentar der CCK

In den Bereichen Kodexumsetzung, Monitoring und Verifizierung war bisher kein ausreichendes Engagement zu verzeichnen. Nach Abschluss der Erhebung teilte im Juli 2010 Vaude mit, dass sich das Unternehmen für einen Beitritt in die Multi-Stakeholder-Initiative Fair Wear Foundation (FWF) entschlossen habe; am 15.11.2010 erfolgte der Beitritt. Damit übernahm Vaude auch den umfassenden FWF-Verhaltenskodex. Dieser beinhaltet u.a. die Verpflichtung auf die Bezahlung eines Existenzlohnes. Der Beitritt zur FWF ermöglicht eine unabhängige Verifizierung. Das Unternehmen befindet sich auf dem richtigen Weg, Verbesserungen in der Kodex-Implementierung sind zu erwarten.

Neuste Entwicklung seit der Veröffentlichung der Firmenporträts:

Aktuelle Informationen zu den Aktivitäten von VAUDE für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Zulieferbetrieben finden Sie im Management-System-Audit-Bericht der Fair Wear Foundation, der im Verlauf vom Jahr 2011/2012 erscheint. Sowie im Sozialbericht der Firma, der hier aufgeschalten wird, sobald er veröffentlich ist.

Transparenz

Vaude hat den Fragebogen der CCK beantwortet und einige zusätzliche Informationen und Dokumente geliefert, macht jedoch keine Angaben zu Unternehmensumsätzen und Profiten. Ein Nachhaltigkeits- bericht von 2009 wurde beigefügt. Dieser bezieht sich aber ausschließlich auf ökologische Belange. Der Verhaltenskodex ist auf Deutsch auf der Unternehmenswebseite einsehbar. Eine englische Fassung ist auf der internationalen Webseite von Vaude zugänglich.

Verhaltenskodex

Der Verhaltenskodex des Unternehmens verweist auf lokale Arbeitsgesetze. Das Unternehmen verpflichtet sich formell dazu, in allen Arbeitsstätten, in denen Produkte hergestellt werden, grundlegende Arbeitsstandards zu respektieren. Aber es verweist nicht auf die ILO-Kernarbeitsnormen. Die Normen wie beispielsweise Organisationsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen werden nicht erwähnt. Bestandteil des Kodexes sind das Verbot von Kinderarbeit (15 Jahre), Zwangsarbeit und Diskriminierung sowie die Verpflichtung, den gesetzlichen Mindestlohn oder Standard-Industrielohn zu zahlen. Es wird kein Existenzlohn gefordert. Arbeitsstunden sind beschränkt, aber es wird nicht erwähnt, dass Überstunden nur gelegentlich anfallen sollten. Ferner gibt der Kodex vor, dass Gebühren für VertragsarbeiterInnen aus dem Ausland oder für ArbeiterInnen von Arbeitsvermittlungsagenturen von dem jeweiligen Lieferanten getragen werden sollen, nicht von den ArbeiterInnen. Vertragsbedingungen müssen in der jeweiligen Muttersprache oder in einer anderen Sprache, die die ArbeiterInnen lesen und verstehen können, verfasst sein. Pässe und Visa dürfen nicht einbehalten werden. Der Verhaltenskodex ist Bestandteil der Verträge mit firmeneigenen Produktionsfirmen, Agenten, Direktlieferanten und deren Subproduzenten.

Kodexumsetzung

Vaude gibt an, dass seine Qualitätssicherung regelmäßig angekündigte und unangekündigte Besuche in seinen Fabriken durchführt. Genauere Angaben zum Kontrollprozess fehlen. Die CSR-Tätigkeit ist im Unternehmen einem interdisziplinären Sustainability Team (Umwelt und CSR) zugeordnet, welches der Geschäftsleitung direkt unterstellt ist. MitarbeiterInnen aller Funktionsstufen in Deutschland werden zum Thema Unternehmensverantwortung geschult. 2009 fanden laut Vaude zwei Schulungen statt.

Monitoring und Verifizierung

Vaude ist weder Mitglied einer Multi-Stakeholder-Initiative noch einer Monitoring-Initiative. Von den 16 Lieferanten sind drei nach SA8000 zertifiziert. Lieferanten müssen ihre Subproduzenten offenlegen. Interne Kontrollen werden durch die Qualitätssicherungs-Abteilung durchgeführt.

Vaude
Vaude Aufwärtstendenz: Seit Befragungsende ist das Unternehmen der Fair Wear Foundation beigetreten
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Farbindex

Fortgeschritten

Durchschnittlich

Einsteiger

Nachlässig

Verweigerer

↑ Aufwärtstrend - Fair Wear Foundation Beitritt 

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