In den Bereichen Kodexumsetzung, Monitoring und Verifizierung war bisher kein ausreichendes Engagement zu verzeichnen. Nach Abschluss der Erhebung teilte im Juli 2010 Vaude mit, dass sich das Unternehmen für einen Beitritt in die Multi-Stakeholder-Initiative Fair Wear Foundation (FWF) entschlossen habe; am 15.11.2010 erfolgte der Beitritt. Damit übernahm Vaude auch den umfassenden FWF-Verhaltenskodex. Dieser beinhaltet u.a. die Verpflichtung auf die Bezahlung eines Existenzlohnes. Der Beitritt zur FWF ermöglicht eine unabhängige Verifizierung. Das Unternehmen befindet sich auf dem richtigen Weg, Verbesserungen in der Kodex-Implementierung sind zu erwarten.
Neuste Entwicklung seit der Veröffentlichung der Firmenporträts:
Aktuelle Informationen zu den Aktivitäten von VAUDE für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Zulieferbetrieben finden Sie im Management-System-Audit-Bericht der Fair Wear Foundation, der im Verlauf vom Jahr 2011/2012 erscheint. Sowie im Sozialbericht der Firma, der hier aufgeschalten wird, sobald er veröffentlich ist.
Vaude hat den Fragebogen der CCK beantwortet und einige zusätzliche Informationen und Dokumente geliefert, macht jedoch keine Angaben zu Unternehmensumsätzen und Profiten. Ein Nachhaltigkeits- bericht von 2009 wurde beigefügt. Dieser bezieht sich aber ausschließlich auf ökologische Belange. Der Verhaltenskodex ist auf Deutsch auf der Unternehmenswebseite einsehbar. Eine englische Fassung ist auf der internationalen Webseite von Vaude zugänglich.
Der Verhaltenskodex des Unternehmens verweist auf lokale Arbeitsgesetze. Das Unternehmen verpflichtet sich formell dazu, in allen Arbeitsstätten, in denen Produkte hergestellt werden, grundlegende Arbeitsstandards zu respektieren. Aber es verweist nicht auf die ILO-Kernarbeitsnormen. Die Normen wie beispielsweise Organisationsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen werden nicht erwähnt. Bestandteil des Kodexes sind das Verbot von Kinderarbeit (15 Jahre), Zwangsarbeit und Diskriminierung sowie die Verpflichtung, den gesetzlichen Mindestlohn oder Standard-Industrielohn zu zahlen. Es wird kein Existenzlohn gefordert. Arbeitsstunden sind beschränkt, aber es wird nicht erwähnt, dass Überstunden nur gelegentlich anfallen sollten. Ferner gibt der Kodex vor, dass Gebühren für VertragsarbeiterInnen aus dem Ausland oder für ArbeiterInnen von Arbeitsvermittlungsagenturen von dem jeweiligen Lieferanten getragen werden sollen, nicht von den ArbeiterInnen. Vertragsbedingungen müssen in der jeweiligen Muttersprache oder in einer anderen Sprache, die die ArbeiterInnen lesen und verstehen können, verfasst sein. Pässe und Visa dürfen nicht einbehalten werden. Der Verhaltenskodex ist Bestandteil der Verträge mit firmeneigenen Produktionsfirmen, Agenten, Direktlieferanten und deren Subproduzenten.
Vaude gibt an, dass seine Qualitätssicherung regelmäßig angekündigte und unangekündigte Besuche in seinen Fabriken durchführt. Genauere Angaben zum Kontrollprozess fehlen. Die CSR-Tätigkeit ist im Unternehmen einem interdisziplinären Sustainability Team (Umwelt und CSR) zugeordnet, welches der Geschäftsleitung direkt unterstellt ist. MitarbeiterInnen aller Funktionsstufen in Deutschland werden zum Thema Unternehmensverantwortung geschult. 2009 fanden laut Vaude zwei Schulungen statt.
Vaude ist weder Mitglied einer Multi-Stakeholder-Initiative noch einer Monitoring-Initiative. Von den 16 Lieferanten sind drei nach SA8000 zertifiziert. Lieferanten müssen ihre Subproduzenten offenlegen. Interne Kontrollen werden durch die Qualitätssicherungs-Abteilung durchgeführt.
Fortgeschritten
Durchschnittlich
Einsteiger
Nachlässig
Verweigerer
↑ Aufwärtstrend - Fair Wear Foundation Beitritt
Hintergrundinformationen zum Firmen-Check
Bericht über Outdoor-Unternehmen zum Download
Bericht über Snow-, Skate- und Surf-Unternehmen zum Download