Der Konzern scheint sich fortwährend mit der Firmenpolitik zu beschäftigen, ist jedoch nicht Mitglied einer Verifizierungsinitiative. Bestseller ist aktiv engagiert in der lokalen Multistakeholder-Initiative DIEH, die ihre Mitglieder mit Wissen zu CSR und Monitoring/Verifizierung versorgt. In einer Befragung durch die CCK Dänemark hat Bestseller mitgeteilt, dass sie sich mit der Frage nach der Bezahlung eines Existenzlohnes auseinandergesetzt hätten, einen Existenzlohn jedoch momentan nicht einführen wollen.
Die nachfolgende Beurteilung der Unternehmenspolitik hinsichtlich Transparenz sowie der Implementierung und dem Monitoring von Arbeitsrechtsnormen basiert auf den Antworten des Unternehmens auf den Fragebogen der CCK und auf einer zusätzlichen Recherche von Dokumenten, durchgeführt von der CCK.
Only hat den Fragebogen der CCK beantwortet und einige zusätzliche Dokumente mitgeliefert. Der Verhaltenskodex der Firma ist öffentlich zugänglich im Internet, in Verkaufsläden oder durch andere Informationskanäle. Die Firma liefert einige Information zur Struktur der Zulieferkette, der Produktionsländer und der Produktionsstätten. Es existiert kein Sozialbericht. Only liefert keine Ergebnisse von Fabrikaudits und es existieren auch keine Reporte mit Ergebnissen einer MSI-Verifizierung.
Das Unternehmen Only hat einen Verhaltenskodex verabschiedet. Der Verhaltenskodex weist darauf hin, dass dort, wo lokale und internationale Arbeitsstandards variieren, der höhere Standard gelten soll. Only erklärt nicht, dass sie für die Umsetzung des Verhaltenskodex in der gesamten Lieferkette (inkl. Unterlieferanten) verantwortlich ist. Der Verhaltenskodex beinhaltet nicht alle Bestimmungen der ILO Kernarbeitsnormen und macht keinen expliziten Hinweis auf die ILO Kernarbeitsnormen. Das Unternehmen verpflichtet sich nur dazu, den gesetzlichen Mindestlohn oder Standard-Industrielohn zu zahlen, d.h. keinen Existenzlohn. Der Verhaltenskodex der Firma beschränkt die wöchentliche Arbeitszeit auf 60 Stunden (48 Stunden plus 12 Stunden Überzeit). Es ist vereinbart, dass Überstunden nur gelegentlich geleistet und mit dem üblichen Zuschlag abgegolten werden müssen. Der Verhaltenskodex verlangt eine sichere und hygienisch einwandfreie Arbeitsumgebung in den Zulieferfabriken. Das Unternehmen verlangt explizit, dass alle ArbeiterInnen einen Arbeitsvertrag erhalten. Über die oben erwähnten Arbeitsstandards hinaus ist der Verhaltenskodex in einzelnen Punkten nicht hinreichend genau. Er enthält keine Verpflichtung im Hinblick auf*:
*Um mit den jüngsten Entwicklungen der international anerkannten Arbeitsrechtsnormen mitzuhalten (siehe Kodex unter: www.jo-in.org), müsste Only den Firmenkodex bezüglich der folgenden Normen aktualisieren (und die folgenden ILO-Konventionen explizit anerkennen): 182, 100, 111, 1, 81, 122, 131, 154, 155, 159, 175, 177, 183 und die ILO-Empfehlungen: 143, 35, 90, 111, 164, 168, 184, 190.
Der Verhaltenskodex ist in einige Sprachen der Länder übersetzt, aus denen das Unternehmen die Waren bezieht. Jeder Kaufvertrag legt die Verpflichtung des Zulieferers fest, den Kodex bei sich und seinen Unterlieferanten umzusetzen. Only erklärt, dass in den Zulieferfabriken für einen Teil des Managements und der Belegschaft Trainings zu Arbeitsrechtsthemen organisiert oder gefördert werden. Entsprechend den vorliegenden Informationen beabsichtigt Only nicht, die Zahlung eines Existenzlohns für alle ArbeiterInnen in der Zulieferkette zu implementieren. Entsprechend der gelieferten Information liegen einige der Produktionsstandorte in Ländern oder Zonen, in denen Vereinigungsfreiheit gesetzlich nicht garantiert wird. Only berücksichtigt zu einem gewissen Grade, dass die eigene Beschaffungspolitik Auswirkungen auf die Zulieferer hat. Das Unternehmen hat einige Prozeduren etabliert, welche den Zulieferern zeigen, wie Planung verbessert und damit übermäßige Überstunden vermieden werden können.
Only konnte nicht beispielhaft zeigen, wie identifizierte Verstöße gegen Arbeitsrechte nachverfolgt und behoben werden. Das Unternehmen ist Mitglied der lokalen Multi-Stakeholder-Initiative DIEH (Danish Ethical Trading Initiative. Diese MSI führt jedoch keine unabhängige Verifizierung bei den Mitgliedfirmen durch.
Fortgeschritten
Durchschnittlich
Einsteiger
Nachlässig
Verweigerer
↑ Aufwärtstrend - Fair Wear Foundation Beitritt
Hintergrundinformationen zum Firmen-Check
Bericht über Outdoor-Unternehmen zum Download
Bericht über Snow-, Skate- und Surf-Unternehmen zum Download