Positiv zu vermerken ist, dass sich das Unternehmen nach anfänglichem Zögern an der Erhebung der CCK beteiligt hat. ERIMAs Verhaltenskodex weist jedoch einige inhaltliche Mängel auf. Die Forderung nach einem Existenzlohn fehlt ebenso, wie strikte Vorgaben hinsichtlich exzessiver Überstunden. ERIMA ist weder Mitglied in einer Multi-Stakeholder-Initiative noch einer Monitoring-Initiative. Eine Überprüfung von sozialen Standards findet im Moment ausschließlich durch interne Audits statt. Das Unternehmen kündigt an, diese in Zukunft durch einen externen Partner durchführen zu wollen. Ein effektives und transparentes Engagement im Bereich der Unternehmensverantwortung wäre der Beitritt von ERIMA zu einer glaubwürdigen Verifizierungsinitiative.
Das Unternehmen ERIMA hat den Fragebogen der CCK beantwortet. Das Unternehmen ist wenig transparent im Hinblick auf Umsätze und Unternehmensstruktur. Die Firma hat einen Verhaltenskodex. Er ist jedoch nicht öffentlich zugänglich im Internet, in Verkaufsläden oder durch andere Informationskanäle. Das Unternehmen ERIMA lieferte einige Informationen zu den Produktionsländern und der Struktur der Lieferkette. Es existiert kein Sozialbericht, jedoch wird ein Jahresbericht herausgegeben.
Das Unternehmen ERIMA hat einen Verhaltenskodex verabschiedet. Der Verhaltenskodex weist nicht darauf hin, dass dort, wo lokale und internationale Arbeitsstandards variieren, der höhere Standard gelten soll. Das Unternehmen verpflichtet sich nur dazu, den gesetzlichen Mindestlohn oder Standard-Industrielohn zu zahlen, d.h. keinen Existenzlohn. Der Verhaltenskodex der Firma beschränkt die wöchentliche Arbeitszeit auf 60 Stunden (48 Stunden plus 12 Stunden Überzeit), erlaubt jedoch in Ausnahmefällen eine höhere Stundenzahl pro Woche. Der Verhaltenskodex verlangt eine sichere und hygienisch einwandfreie Arbeitsumgebung in den Zulieferfabriken. Der Verhaltenskodex ist laut Firmenauskunft für Direktlieferanten und Agenten vertraglich bindend.
Das Unternehmen hat nicht offen gelegt, ob sein Verhaltenskodex in irgendeine Sprache eines Landes übersetzt wurde, aus der es die Waren bezieht. Das Unternehmen ERIMA organisiert oder fördert keine Trainings zu Arbeitsrechtsfragen. Entsprechend den vorliegenden Informationen beabsichtigt ERIMA nicht, die Zahlung eines Existenzlohns für alle ArbeiterInnen in der Zulieferkette zu implementieren. Mittels Kapazitätenplanung mit den Lieferanten sollen übermäßige Überstunden für die FabrikarbeiterInnen vermieden werden. ERIMA ist hinsichtlich der CSR Struktur im Unternehmen transparent.
Das Unternehmen ist weder Mitglied einer Multi-Stakeholder-Initiative noch einer Monitoring-Initiative. Laut Firmenauskunft werden soziale Standards im Rahmen von Besuchen der Zulieferbetriebe kontrolliert.
Fortgeschritten
Durchschnittlich
Einsteiger
Nachlässig
Verweigerer
↑ Aufwärtstrend - Fair Wear Foundation Beitritt
Hintergrundinformationen zum Firmen-Check
Bericht über Outdoor-Unternehmen zum Download
Bericht über Snow-, Skate- und Surf-Unternehmen zum Download