Existenzlohn

Gemeinsam mit NäherInnen, Gewerkschaften, KonsumentInnen und AktivistInnen fordern wir, dass die ArbeiterInnen in der Textilindustrie Löhne erhalten, von denen sie menschenwürdig leben können.

„Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.“
(Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Art. 23, par. 3)

Der überwiegende Teil der weltweit gehandelten Bekleidung wird in Asien hergestellt. Es sind vor allem Frauen, die als Näherinnen mit einem viel zu geringem Mindestlohn für sich und ihre Familien ihr Auskommen finden müssen, während die Bekleidungs- und Sportartikelindustrie, v. a. die Markenfirmen und Handelsunternehmen Gewinne in Milliardenhöhe einfahren. Auf diesen Missstand machen wir aufmerksam! Im Oktober 2013 gab es dazu bereits eine Aktionswoche.

2013-2015 sammelten wir gezielt Unterschriften für einen Existenzlohn

Im Oktober 2015 wurden beim Living Wage Now Forum in Brüssel rund 150.000 Unterschriften an VertreterInnen von Modeunternehmen und PolitikerInnen überreicht. Ein Bericht zur Übergabe der Unterschriften findet sich hier.

 

Diese Unterschriften wurden bei verschiedenen Aktivitäten gesammelt – wie bei der Aktion Existenzlohn-Defect.

 

Asian Floor Wage einfach erklärt

Ein existenzsichernder Lohn ist ein Menschenrecht und es ist das Ziel der Clean Clothes Kampagne (CCK), dieses Recht für NäherInnen in der globalen Bekleidungsindustrie einzufordern. Als Referenzwert dient uns hierbei der sogenannte Asiatische Grundlohn (Asian Floor Wage, AFW). Was ein existenzsichernder Lohn ist und wie der Asiatische Grundlohn berechnet wird, erklären wir euch in diesem Video.

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Asian Floor Wage (Asiatischer Grundlohn) - Einfach erklärt!

Was ist ein Existenzlohn?

Wir sind der Überzeugung, dass allen ArbeiterInnen ein Lohn zum Leben gezahlt werden soll, denn wer eine Arbeit hat, soll im Stande sein, für sich und seine Familie zu sorgen.

Warum einen asiatischen Grundlohn? 

Der überwiegende Teil der weltweit gehandelten Bekleidung wird in Asien hergestellt und dennoch sind es die asiatischen NäherInnen, denen am wenigsten gezahlt wird.

Wie wird ein existenzsichernder Lohn berechnet?

Die Berechnung von Existenzlöhnen muss einige gemeinsame Faktoren berücksichtigen: Anzahl der Familienmitglieder, Nahrung, Wohn-, Gesundheits- und Bildungskosten sowie Ersparnisse.

Wer ist die Asia Floor Wage Alliance?

Die Asia Floor Wage Alliance (AFWA) ist eine internationale Allianz von Gewerkschaften und ArbeitsrechtaktivistInnen, die gemeinsam einen existenzsichernder Lohn für NäherInnen fordern

Berichte von Arbeiterinnen

Nichts macht die Forderung nach existenzsichernden Löhnen greifbarer als die Menschen, die von Daten und Fakten oft in den Hintergrund gedrängt werden. 

Berichte zum Thema Existenzlohn

Presseaussendungen zum Thema Existenzlohn

Weitere finden sich hier: http://www.cleanclothes.at/presse/

CCK News

Neue Studie: Die Ausbeutung Indiens für Europas Schuhe

Auf der Stelle (ge)treten. Arbeitsrechtsverletzungen in der indischen Schuh- und Lederproduktion

Wien, am 05. Oktober 2016 – Zwei Wochen nach dem Test österreichischer Schuhhersteller auf Überschreitung des Grenzwerts von giftigem Chrom VI in Lederschuhen veröffentlichen heute die Clean Clothes Kampagne, GLOBAL 2000, AK Wien und AK OÖ die Chrom VI-Testergebnisse von 22 europäischen Schuhfirmen, darunter Birkenstock, Deichmann, Prada und Adidas.
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Wenn gut nicht gut genug ist

Ein neuer Bericht von Future in Our Hands und der kambodschanischen NGO CENTRAL thematisiert Arbeitsrechtsverletzungen bei H&M's "besten" Zulieferfabriken in Kambodscha.
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Österreichische Lederschuhe im Test auf hochgiftiges Chrom VI

GLOBAL 2000, Clean Clothes Kampagne, AK Oberösterreich und AK Wien untersuchten Schuhe heimischer Hersteller

Wien, am 21. September 2016 – Im groß angelegten Test befanden sich 20 Kinder-, Damen- und Herrenlederschuhe von sieben österreichischen Firmen (Hartjes, Leder und Schuh, Legero, Lorenz, Paul Green, Richter und Waldviertler – die größten heimischen Hersteller, bzw. Händler die ihren Sitz in Österreich haben), die auf Rückstände des hochgiftigen Chrom VI untersucht wurden. In einem der getesteten Damenschuhpaare wurde eine Überschreitung des gesetzlichen Grenzwerts festgestellt. In vier weiteren Schuhen konnten zwar Spuren von Chrom VI nachgewiesen werden, diese lagen jedoch im erlaubten Rahmen.
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